CBD und THC in Deutschland – Die Rechtslage

CBD sieht man im Moment überall, neue Marken entstehen fast wöchentlich und das Angebot wird unübersichtlicher. Die medizinischen und therapeutischen Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und viele Konsumenten machen erste Erfahrungen, sind neugierig und möchten gerne Ausprobieren. Dabei spielt eine Frage eine sehr wichtige Rolle: Ist CBD in Deutschland legal? Die Antwort vorweg: Ja, CBD ist grundsätzlich legal! Trotzdem gibt es einige Dinge zu beachten. Im Folgenden stellen wir Ihnen detaillierte Infos zur aktuellen Rechtslage, einen Überblick zu den unterschiedlichen CBD Formen und einen Leitfaden „Worauf ich als Konsument achten sollte“ zur Verfügung.

Vorab: Die ist keine Rechtsberatung. Sollten Sie unschlüssig sein, lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Rechtsanwalt beraten.

Zusammengefasst: Worauf muss ich achten?

  • Der THC-Gehalt darf 0,2% nicht überschreiten.
  • Suchen Sie sich einen seriösen Anbieter! (Kein Verkauf an Minderjährige, Offizielle Anmeldung bei Behörden, etc.) 
  • Achten Sie auf die Herstellung – Das Produkt muss aus EU-Nutzhanf hergestellt werden
  • Achten Sie darauf, dass ein Produkt offiziell registriert ist (Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik, Aromaöl)

CBD und THC in Deutschland - Die Rechtslage

Die Frage nach der Legalität kommt sicherlich aus dem Vergleich zu THC. CBD (Cannabidiol) und THC kommen beide ganz natürlich in der Cannabis-Pflanze vor, was verständlicherweise häufig zu Missverständnissen führt. So liest man bei CBD-Produkten häufig auch einen THC-Anteil in der Produktbeschreibung. Rechtlich gesehen ist die Unterscheidung allerdings eindeutig. THC wirkt berauschend, fällt daher unter das Betäubungsmittelgesetz und ist illegal. Im Gegensatz dazu wirkt CBD nicht berauschend / psychoaktiv und fällt daher nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Was heißt das nun für mich als Verbraucher? 1. CBD ist grundsätzlich legal und 2. Achte beim Kauf auf den THC-Gehalt. Dieser darf 0,2% nicht überschreiten.

0,2% THC Grenze in CBD Produkten – Wieso?

Da THC und CBD derselben Pflanze entstammen, kommt es vor, dass CBD Produkte THC enthalten. Das ist nach geltendem deutschem Betäubungsmittelgesetz so lange legal, bis das Produkt mehr als 0,2% THC enthält. Besonders bei Produkten aus dem Ausland sollte man als Verbraucher darauf achten. So liegt diese Grenze in Österreich bei 0,3%, in der Schweiz sogar bei 1%. Generell gibt es auch viele Produkte mit 0% THC.

Seriösität des Verkäufers: Das Heilmittelgesetz und Nahrungsergänzungsmittel

Wir wissen nun, dass CBD nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, vorausgesetzt der THC Anteil liegt unter 0,2%. Zusätzlich gibt es das Heilmittelgesetz, dass für CBD Produkte die als Nahrungsergänzungsmittel registriert sind, gültig ist. Das Gesetz untersagt den Verkäufern von CBD Produkten (Nahrungsergänzung) mit sog. „Health Claims“ – also Wirkungsversprechen – zu bewerben. Für den Verbraucher hat dies nun keine direkte Auswirkung. Trotzdem erkennt man seriöse Anbieter daran, dass sie (bei Nahrungsergänzungsmitteln) auf Wirkungsversprechen verzichten.

Was hat es mit der Novel Food Debatte und CBD als Nahrungsergänzungsmittel auf sich?

Bei der sogenannten Novel Food-Verordnung geht es um die EU-weite Einordnung neuartiger Lebensmittel. Sollte CBD darunterfallen, werden Zulassungsverfahren in Zukunft deutlich kostspieliger und langwieriger. Grundsätzlich ist diese Frage noch nicht geklärt. Neue Stellungnahmen der Bundesregierung und der Ministerien deuten allerdings daraufhin, dass CBD nicht in diesen Katalog fällt. (Stand: März 2020) Wir sind gespannt wie sich die Debatte weiterentwickelt. Für den Verbraucher hat die Debatte allerdings wenig direkte Auswirkungen. Es geht hier vielmehr um die Zulassung. Als Verbraucher sollten Sie lediglich darauf achten als was ein CBD Produkt zugelassen ist. Als zugelassenes Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetikum ist es frei verkäuflich. Die EU sieht in ihrer Richtlinie 2002/46/EG sogar CBD als Ergänzung für die tägliche Ernährung vor. Aus diesem Grund ist CBD als Nahrungsergänzungsmittel ebenfalls zulässig und damit frei verkäuflich.  

 

Die unterschiedlichen Formen von CBD – Was bedeutet das für mich als Verbraucher?

Zum einen muss man hier grundsätzlich zwischen der Zulassung unterscheiden (Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetikum, Aromaöl) und dem Produkt (Öl, Creme, Liquid, Kapsel, Samen, Blüten). Der Überblick zeigt die aktuelle Rechtslage

Zusammengefasst: Worauf muss ich als Konsument beim Kauf von CBD achten? Der Leitfaden.

1. Suchen Sie sich einen seriösen CBD-Anbieter

    • Kein Verkauf an Minderjährige
    • Offizielle Anmeldung der Produkte bei den Behörden
    • Seriöse Anbieter verzichten auf konkrete Heilversprechen (Nahrungsergänzungsmittel)

2. Kaufen Sie ihr CBD in den gängigen Formen. Dazu gehören Kapseln, Öl, Cremes und CBD Liquid. Blüten und Samen sollten Sie vermeiden.

3. Worauf ist bei der Produkt-Auswahl zu achten?

  • Der THC-Gehalt darf 0,2% nicht überschreiten.
  • Wo wird das Produkt hergestellt? Produkte aus dem Ausland können einen höheren THC Gehalt haben, da dort andere Richtlinien gelten.
  • Herstellung – Das Produkt muss aus EU-Nutzhanf hergestellt werden
  • Achten Sie darauf, dass ein Produkt offiziell registriert ist (Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik, Aromaöl)

Viel zu beachten? Hier finden sie eine Kategorie von allen Produkten, die unter diese Kriterien fallen.

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