CBD gegen Angst und Panikattacken

Panikattacken und Angststörungen sind sehr weit verbreitet. In Deutschland leiden 25 Prozent aller Menschen mindestens einmal im Leben unter Angststörungen. [Quelle: Statista] „Angst ist eine Volkskrankheit“ schreibt die WELT 2015. Die Dunkelziffer der Betroffenen ist dabei noch hoch – Häufig melden sie sich erst gar nicht bei Gesundheitseinrichtungen und die Erkrankung bleibt undiagnostiziert. Fakt ist aber: Immer mehr Menschen greifen mittlerweile auf CBD zurück, um die Symptome der Krankheit in den Griff zu bekommen, sogar bei akuten Panikattacken. Wieso? Das erklären wir Ihnen im folgenden Artikel. 

Zu den häufigsten Symptomen von Panikattacken gehören: Herzklopfen, Schwitzen, Unsicherheit, Enge in der Brust, Hitzewallungen oder Konzentrations- und Schlafstörungen. Es gibt dafür bereits etliche Therapiemöglichkeiten und Medikamente, wie bspw. das klassische Anti-Depressiva. Allerdings beruht ein Großteil davon auf chemischen Bestandteilen. Nebenwirkungen, wie Schlafstörungen, Sexuelle Funktionsstörungen, Gewichtszunahme, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall oder Abhängigkeiten sind keine Seltenheit. Die Einnahme von CBD ist laut bisherigen Studien weitgehend ungefährlich und frei von Nebenwirkungen. Aber wie kann CBD bei Panikattacken oder Angststörungen helfen?

Wie wirkt CBD – die Lage in der Wissenschaft

Ganz einfach ist die Erklärung zur Wirkung von CBD bei Panikattacken und Angststörungen nicht. Panikattacken sind sehr vielfältig, die Ursachen, Auslöser und Symptome sind tlw. sehr individuell und die Zusammenhänge zwischen Gehirn und körperlichen Reaktionen sehr komplex. Außerdem ist die Wissenschaft noch am Anfang der Forschung.

Klar ist allerdings, dass Cannabidiol, kurz CBD, neben der vielen anderen positiven Effekte, wie beispielsweise die schmerz- und entzündungshemmenden Eigenschaften, auch eine angstlösende Wirkung besitzt.

Forscher vermuten, dass diese stressreduzierende Wirkung des CBDs mit Aktivitäten im limbischen und paralimbischen Gehirnbereich zusammenhängt und sich so positiv auf Angstzustände auswirkt. Insbesondere soziale Angst soll durch die Einnahme von CBD reduziert werden können. Auch unser körpereigenes Endocannabinoid-System spielt eine große Rolle. Im Moment einer Angst- oder Panikattacke hilft das Endocannabinoid-System, angstauslösende Botenstoffe im Gehirn freizugeben. Evolutionär betrachtet, kann dies sinnvoll sein, wenn beispielsweise ein Kind auf eine Straße läuft. Der Körper wechselt in einen Ausnahmezustand, wobei der Blutdruck und die Adrenalinausschüttung in die Höhe schießen. Gerät das System allerdings in Schieflage, kommt es dazu, dass diese Botenstoffe zu häufig und vor allem zu viel ausgeschüttet werden. Regelmäßige Panikattacken oder Angstzustände im Alltag sind die Folge. CBD kann nun aber dabei helfen diese Fehlfunktion wieder auszugleichen, indem es die Produktion dieser Botenstoffe eindämmt und seine beruhigende Wirkung im gesamten System entfaltet.

Welche Dosierung ist sinnvoll?

Grundsätzlich gilt: Jeder, auch Einsteiger, können sich problemlos an die für sie optimale Dosierung herantasten. Ob CBD seine Wirkung voll und ganz entfalten kann, dabei spielt natürlich auch die Person selbst eine Rolle. CBD kann unterschiedlich wirken, auch abhängig davon wie schwer eine Person von Panikattacken betroffen ist. Eine ganzheitliche Therapie ist in jedem Fall zu empfehlen. Sie können sich jedoch an allgemeinen Richtwerten und schnell den eigenen Erfahrungen orientieren. Der klare Vorteil: Viel falsch machen, können Sie nicht. Das Risiko einer Überdosierung besteht so gut wie nicht und Nebenwirkungen sind ausgeschlossen. Wer bereits Medikamente gegen Panikattacken nimmt, sollte sich allerdings mit seinem Arzt absprechen, um Wechselwirkungen zu vermeiden. Grundsätzlich gibt es CBD meist als Öl oder als Kapsel zu kaufen. Die Wirkung unterscheidet sich kaum. Wer sich mehr zur genauen Wirkungsweise und -dauer informieren möchte kann das hier tun. Empfehlenswert zur Anwendung bei Panikattacken und Angststörungen sind Produkte, die zusätzlich einen Terpen-Entourage Effekt aufweisen. Die Terpene Limonen und Linalool fördern die angstlösenden Effekte von CBD durch ein Zusammenspiel mit der angstlösenden Aminosäure 5-Hydroxytryptophan (5-HTP).

Zu guter Letzt werden sich bestimmt einige fragen: Cannabinoide und Panikattacken? Das sind doch eher die Auslöser als Helfer! Das ist allerdings falsch. CBD-Öl ist meist THC-frei oder hat einen sehr geringen THC-Anteil. Im Gegensatz zu THC wirkt es weder psychoaktiv noch werden bewusstseinsverändernde Rauschzustände hervorgerufen. Ganz im Gegenteil: CBD wirkt entspannend und beruhigend. Bei CBD-Produkten steht klar der therapeutische Nutzen im Vordergrund.

Studien zu CBD und Angststörungen und Panikattacken

Wer sich tiefer informieren möchte findet hier weitere Studien zur Wirkung von CBD bei Angststörungen und Panikattacken:

  • „Cannabidiol regulation of emotion and emotional memory processing: relevance for treating anxiety-related and substance abuse disorders“
  • „Cannabidiol Reduces the Anxiety Induced by Simulated Public Speaking in Treatment-Naïve Social Phobia Patients“
  • „Effect of prior foot shock stress and ?9-tetrahydrocannabinol, cannabidiolic acid, and cannabidiol on anxiety-like responding in the light-dark emergence test in rats“
  • „Cannabidiol, a Cannabis sativa constituent, as an anxiolytic drug“
  • Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders
  • Cannabidiol, a Cannabis sativa constituent, as an anxiolytic drug
  • Cannabidiol in Anxiety and Sleep

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